Rap Songs über Sex und Gewalt

Rap Songs über Sex und Gewalt statt Samba

Sex und Gewalt sind das Geheimrezept des Funk Carioca

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Alles begann mit Partys, auf denen die Platten von James Brown gespielt wurden. In den 80er Jahren erreichte dann der Rap, der aus den USA kam, die Favelas und bald griff die Jugend selbst zum Micro. Sie bastelten einfache Beats, bedienten sich an bekannter Songs für ihre Refrains und sangen los. Über korrupte Cops und Politiker, Sex, Drogen und Gewalt, männliche und weibliche Körperteile.

Die Gassen trennten die Tanzenden in Gruppen. Drinnen wurde gekämpft bis zum Tod. Später wurden diese Veranstaltungen verboten, heute gibt es sie kaum noch. Aber immer noch wird auf Partys gekämpft, wenn auch mit weniger Toten. Außerhalb geht das Sterben weiter. In Sachen Mord sind die Favelas eine Hochburg.

  • Mehr als 1000 Menschen kommen jedes Jahr allein bei Durchsuchungen der Favelas durch die Polizei um - unabsichtlich!

    Eine Vielzahl an Einwohnern von Rio wohnt in Favelas und das in merkwürdiger Zwiespältigkeit. Völlige Gesetzlosigkeit ist gepaart mit höchster Sicherheit. Solange man mit der Mafia gut auskommt, kann man in den Slams friedlich leben und muss nicht mal sein Haus abschließen. Die Mafia kontrolliert den örtlichen Drogenmarkt und sorgt nebenbei für Ordnung. Eine Rap-Party ist nicht gefährlich - wenn man mit Personen kommt, die sich in der Favela auskennen. Würde man allein kommen, würde man im besten Fall wieder weggeschickt werden. Lange Zeit existierte der Rap nur im Untergrund, doch spätestens zu Jahrtausendwende sprengte die Musik die Grenzen der Slams und wurde im ganzen Land beim Volk beliebt.

    Schlagartig spielten die monotonen Bässe auch aus Radios. Betroffene Eltern fürchteten, der Rap verunglimpfe ihren Nachwuchs. Als TV-Sender über Mädchen berichteten, die auf der Tanzfläche oder beim Disco-Gang-Bangs geschwängert worden seien, war der Skandal perfekt oder die Provokation gelungen. Letzten Endes werden Afrobrasilianer auch in Brasilien seit Jahrhunderten auf ihren Körper reduziert. Der Rap nahm diese rassistische Beilegung auf, überspitzte sie und schockiert nun mehr damit die Allgemeinheit. In Rio ist für heute die Nacht vorbei. Mit dem Morgenrot erobert sich die Realität ihr Gebiet zurück. Die Klänge sind verschwunden, die Straße übersäht mit Abfall, die Massen in alle Richtungen zerstreut. Nur noch ein leichter Schall in den Ohren erinnert an die stundenlangen Bässe der Nacht.

Tags: sex, songs, gewalt, rap

 

 

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